Montag, 7. Juli 2014

Tag 36 - Camp again \o/

Jaa, das Camp ist wieder da! Ich freu mich. Acting Camp für Madeleine, von 9 bis 3. Tennis Camp für Sofia und Isabelle von 11 bis 2. Das heißt folglich: Mehr oder weniger entspannter Tag, weil nicht Chaos von 4 Kindern. Mir ist ürbigens aufgefallen, dass Quentin viel lieber und netter zu mir ist, wenn wir zwei alleine sind und zusammen spielen. Fand ich gar nicht mal so schlecht.
Mir fällt grade übrigens auf, dass das tatsächlich alles ist was es heute zu berichten gibt.
Die Kinder zum Camp gefahren und abgeholt, zwischendrin was gespielt und dann für Quentin und mich Lunch (aka Cheese and Ham Sandwich) gemacht. Und die Wäsche natürlich. Weil ich ja inzwischen gar nicht mehr jeden Tag wasche sammelt sich da echt immer 'ne ganze Menge Zeug an, was darin endet, dass ich eine gefühlte Ewigkeit am Falten bin, wenn die Sachen aus dem Trockner kommen. Was an sich ja jetzt nicht so das krasse Problem ist, wenn da nicht ein kleiner Störenfried namens Quentin wäre. Der mag es nämlich zu helfen, was an sich voll knuffig ist und ich mein die Wäsche in die Waschmaschine stopfen muss ich auch nicht selbst (dafür hat man ja die kleinen Sklaven :D hört sich mies an, oder? xD). Wenn dann aber die Sachen aus dem Trockner kommen ist er genauso motiviert und drückt mir einfach mal  Shirts auf einmal in die Hand. Ich hab die grad gut abgelegt um anzufangen zu falten, da hab cih schon wieder 'nen Haufen Wäsche im Arm und wenn ich falte wird ihm langweilig, weshalb ich inzwischen dazu übergegangen bin das Gatterding oben an der Treppe zuzumachen, damit der mir nicht davon läuft.
So viel dazu, und so viel zu meinem Tag. Mehr kann ich da nämlich nicht für euch rausquetschen. Mein Leben ist im Moment nämlich ein bisschen langweilig. Wird Zeit, dass Karo von den Bahamas und Vanessa aus Norh Carolina zurückkommen :D

Sonntag, 6. Juli 2014

Tag 35 - Nichts besonderes...

Heute war tatsächlich gar nichts besonderes. Ich hab ausgeschlafen, dann eine gefühlte Ewigkeit Doctor Who geschaut (kann es sein, dass ich das ziemlich oft schreibe) und dann bin ich auch irgendwann am nachmittag mal raus in den Pool.

Irgendwann ich ich dann beschlossen mal einen Spaziergang zu machen. Unterwegs hab ich dann einen Hasen getroffen und ganz viele (viel zu große) schöne Häuser gesehen.

Gegangen bin ich ungefähr anderthalb Stunden, was ja eigentlich jetzt nicht so besonders viel ist, aber ihr müsst euch die pralle Sonne und mindestens 30°C vorstellen. Ich war so ein klein bisschen am Ende, als ich wieder daheim war und mein Kreislauf im übrigen auch. Ich geh gern nochmal spazieren, weil das auch echt mal gut getan hat, aber nicht so lange. Ich konnte nachher nicht mal mehr richtig stehen. Das lassen wir also lieber :D
Aber die Umgebung hier in der Nachbarschaft ist echt schön finde ich.




Und das war im Prinzip auch schon mein Tag. Damit das ganze aber nicht so kurz ist und jetzt schon aufhört, kann ich euch noch die Bilder zeigen, die Vanessa mir heute geschickt hat. Also erstmal ein bisschen 4th of July.


Und auf dem Bild könnt ihr sogar mein ganz patriotisches Outfit bewundern. Die Sterne auf dem Shirt glitzern übrigens. Und geben auch Glitzer hab. Ich schwöre, meine Arme, meine Beine, meine Hose, die Tasche, ALLES hat geglitzert nach dem Tag. Jetzt liegt das Shirt in ner Tüte in meinem Schrank und ich bin am überlegen was ich damit machen soll, damit es aufhört alles vollzuglitzern.



Und jetzt könnt ihr mich noch einmal mit meinen Pancakes bei IHOP betrachten und das wars dann leider auch schon :)



Tag 34 - IHOP

Weil heute Samstag war konnte ich sogar mal schön lange schlafen, ich glaub über den Wert von Schlaf hab ich hier schonmal philosophiert, oder?
Wie auch immer, um halb 12 hab ich mich dann mit Vanessa bei IHOP (International House of Pancakes) getroffen, zum "Frühstück". Die hatten frisch gepressten Orangensaft (fast schon vergessen wie gut sowas ist) und eine riesige Karte, so ein bisschen überfordert war ich schon, das sah alles so gut aus. Entschieden hab ich mich dann für Heidelbeerpancakes.

 Da geh ich auf jeden Fall öfter hin :D
Anschließend sind wir dann noch in den nächsten Walmart gefahren, weil Vanessa einkaufen musste und da hab ich mir dann 2 paar neue Shorts zugelegt, weil das echt muss bei dem Wetter hier. Ich sag euch, ich trage nichts anderes als Shorts und Tanktops und wenn ich nicht arbeiten muss ein Kleid und das wars. Ich liebe das Wetter hier :D
Und: Ich habe eine Wassermelone getragen!


Dann haben wir uns getrennt und Vanessa ist zurück nach North Carolina gefahren, wo sie den Großteil des Julis ist, weil ihre Hostkids da bei deren Vater sind und naja, schade.
Auf dem Rückweg bin ich dann rein zufällig auf was ganz tolles gestoßen:


Aldi in den USA. Und dann auch noch die Süd-Variante, da kommen schon Heimatgefühle auf, zumindest von außen betrachtet, innen war's gar nicht mal so doll. Klein (sogar für deutsche Aldi-Verhältnisse) und halt nur das Zeug was man hier sonst auch so bekommt, ich hatte eigentlich gehofft so zwischendrin ein bisschen was deutsches zu sehen, aber Fehlanzeige. Naja, was solls.
Dann bin ich wieder heim und hab ein bisschen gegammelt, bis ich um 6 angefangen hab zu arbeiten, weil meine Hosteltern ihre Date Night hatten. Das war dann auch eher weniger spektakulär, ich hab mich um Quentin gekümmert und die Mädels haben einen Film geguckt und dann war es auch quasi schon Zeit für's Bett für die Mädels. Quentin ist noch bis kurz nach 11 mit mir wach geblieben, bis seine Eltern wieder da waren. Der würde sich mit Sicherheit nicht von mir ins Bett bringen lassen, das aufwecken ist ja manchmal schon 'ne Tortur, also lassen wir das lieber.
Und das war dann auch schon wieder mein Tag :)




Samstag, 5. Juli 2014

Tag 33 - 4th of July!!

Der erste Feiertag in den USA. Independence Day.
Als Erstes habe ich heute natürlich Fußball geguckt, in dem Movieraum versteht sich, man sollte Fußball nirgendwo anders gucken :D
Ganz zu Ende gucken konnte ich leider nicht, weil Vanessa ein bisschen gedrängelt hat, weil wir zusammen nach Atlanta gehen wollten. Das fand ich übrigens gar nicht mal so dolle. Man soll mir doch bitte meinen Fußball lassen :(
Wie auch immer, um viertel nach 2 ungefähr war ich dann an der Northpoint Mall, wo ich zu Vanessa ins Auto bin und dann sind wir 2 nach Atlanta gefahren. Da dann erst mal ohne Plan und random hin und her und durch die Gegend und "Wo zum Teufel sind wir hier". Irgendwann sind wir dann am Lenox Square vorbeigefahren, wo am Abend wohl das meiste los sein sollte. Zu dem Zeitpunkt war da aber so ungefähr niemand, außerdem hatten wir Hunger, also sind wir in, ich bin mir nicht ganz sicher, einen Pub/Sportsbar, keine Ahnung. Auf jeden Fall lief Fußball (hat mich ein klitzekleines bisschen vom Gespräch abgelenkt) und die hatten gefühlt 100 Flachbildschirme da hängen.

Während dem Essen haben wir dann beschlossen nicht in Atlanta zu bleiben, sondern nach Marietta zu fahren, was eine verdammt gute Entscheidung war.
Als wir da ankamen (und endlich einen Parkplatz gefunden hatten) war das erstmal wow. Total viele Menschen, kleine Buden, eine Bühne und alles richtig schön auf jeden Fall.







Wir sind dann auch ein bisschen darum gegangen und ich hab mir was zu trinken geholt. Irgendwann sind da auch Leute auf der Bühne aufgetreten und haben gesungen. Country, zur Freude von Vanessa und zum mehr oder minder großen Leidwesen von mir. Ich weiß nicht, ich bin nicht so richtig in dieser Musik drin, muss halt nicht sein irgendwie, ich bleib bei Rock :D
Die Stimmung war auf jeden Fall richtig gut und wir haben uns halb zu Tode geschwitzt, Georgia Wetter halt.
Die Leute saßen auch einfach überall, in den Büschen, auf der Straße und quasi jeder hatte so kleine Campingstühle dabei oder mindestens eine Picknickdecke. Das sah so genial aus, wie da hunderte von Menschen einfach in der Gegend rumsitzen und überall diese Stühle stehen. Da wir sowas nicht dabeihatten (wer hätte bitte an sowas denken können?) mussten wir mit der Straße vorlieb nehmen, womit ich aber auch kein Problem hatte.
Als wir auf jeden Fall da saßen haben wir darüber geredet, dass wir das noch gar nicht so schlimm empfinden mit den Waffen hier, gerade weil auch der Süden einen sehr schlimmen Ruf diesbezüglich hat. Und gerade in dem Moment, als wir darüber reden, geht doch da ein Typ entlang, der eiskalt eine Waffe am Gürtel trägt!!! Da stand uns auch erstmal der Mund offen. Und mutig wie wir sind, haben wir unsere Leben riskiert um das ganze in einem Foto festzuhalten.


Seht euch das an! Ich find das total gruselig irgendwie. Ich mein, der Typ nimmt 'ne Waffe mit auf eine Veranstaltung mit et weiß wie vielen Menschen und Kindern über Kindern! 
Schock, sag ich euch.
Als wir uns davon erholt haben sind wir nochmal rumgegangen und haben ein bisschen an der Bühne rumgestanden.


Oben links in der Ecke seht ihr übrigens meinen wunderschönen Finger.



Und dann haben wir das Beste gegessen, was ich bis jetzt hier hatte. Ich mein, ich hätte mich darein legen können, das hört sich vielleicht nicht ganz so geil an, aber *-*. Deep Fried Oreos. Oder zu deutsch: Frittierte Oreos.


Meine Hostmum hatte mir ja erzählt, dass sie hier im Süden, alles, wirklich alles frittieren, aber das traf mich unvorbereitet. Und ich sag euch, wenn Liebe durch den Magen geht, dann mit diesen Dingern.
Wir haben uns dann wieder auf die Straße gesetzt und einfach auf das Feuerwerk gewartet. Wusstet ihr, dass man als Hundebesitzer hier sehr viele Bekanntschaften macht, weil jeder deinen Hund streicheln will? das würde in Deutschland nicht passieren. Unsere Mentalität sagt, dass alles und jeder böse ist und uns nur böses will, was genau betrachtet eigentlich echt traurig ist. Wie auch immer, als wir dann da so saßen sind wir ins Gespräch mit der Frau neben uns gekommen, Pam. Wir haben echt lng geredet und ganz zum Schluss, als wir zum Auto sind, hat sie uns sogar ihre Nummer gegeben, falls sie uns mit irgendwas helfen kann. (Nur so nebenbei: Wörter, die auf englisch den ähnlich sind wie das deutsche irritieren mich total. Beim "helfen" gerade wollte ich erst "helpen" schreiben und beim Fußball heut morgen wusste ich nicht mehr genau, was der Imperatif von gewinnen ist, weil das "ge" bei "Gewinn" so komisch klang, weil es auf Englisch halt "Win" heißt. Verwirrende Sache). Pam ist nebenbei erwähnt 47 :D Aber richtig nett :)
Auf jeden Fall kam dann das Feuerwerk. Hat echt lang gedauert, war am Anfang aber ein bisschen mau, wurde zum Ende hin, aber echt gut. Ich hab auch versucht Fotos zu machen, aber wer auch immer von euch schonmal versucht hat das zu machen, weiß was euch jetzt erwartet, wenn ihr die Bilder anschaut.






Nach dem Feuerwerk sind wir dann auch schon wieder gefahren und so gegen 12 war ich daheim. Da fühlt man sich wie 12 und 60 auf einmal. Das wäre normalerweise eine Zeit, bei der wir grad gut angekommen wären auf einer Party oder so zum Feiern.
Ich hab übrigens den ganzen Tag geglitzert wie sonst was, weil mein Shirt glitzernde Sterne hatte und die irgendwie meinten alles und ich meine ALLES, mit Glitzer zu bereichern. Ich hab mich fast wie letztes Jahr im Feriencamp gefühlt, als wir den Kindern Glitzer zum Steine bemalen gegeben haben und alles und jeder diese eine Woche lang geglitzert hat.
Ich glaub das wars auch schon wieder. Ich hab das Gefühl, dass ich noch irgendwas erzählen wollte, aber irgendwie fällt mir das nicht mehr ein (das ist übrigens der Grund, aus dem ich mir Notizen machen sollte).
Naja, ich bin müde, Deutschland ist im Halbfinale und ich hab meinen ersten Independence Day überlebt. Gute Nacht :)



Donnerstag, 3. Juli 2014

Tag 32 - Ich bin braun geworden!

Ja, ich bin wirklich und wahrhaftig braun geworden. Meine Arme besonders, richtig krass. Nach einem Monat Georgia bin ich brauner, als nach einem ganzen Sommer in Deutschland.
Aber zu meinem Tag. Heut morgen hab ich Quentin wieder fertig gemacht, als er aufgewacht ist. Und ich hab direkt schon ein Kompliment bekommen "Ich mag dein Shirt". Zur Erklärung: Es war blau und er liebt alles was blau ist. Aber ich fand das irgendwie total süß :3
Viel ist heute ansonsten nicht passiert, wir haben was im Spielzimmer gespielt, haben einen Spaziergang gemacht und dabei einen Hasen gesehen, die laufen hier frei herum und mir wurde erzählt, dass es hier Bären gibt. Bären und Schlangen. Im Wald. Und in der Nachbarschaft auch ab und zu mal. Na hallelujah :/
Und einmal waren wir auch kurz in meinem Zimmer, weil Sofia meine neuen Ohrringe sehen wollte, dabei wurden die Bilder endteckt, die mit den Briefen von meinen Mädels kamen. Tina, du bist wunderschön und Kinder sagen immer die Wahrheit! :D
Nachmittags sind wir dann was in den Pool gegangen und keiner ist ertrunken. Äh ja, also so viel zu aufregenden Unternehmungen. Als wir aus dem Pool raus und wieder in's Haus sind, hab ich leider leider gesagt, dass wir den Easy Bake Backofen benutzen können (man erinnere sich zurück, wer das nicht mehr kann, darf auch gerne scrollen oder einfach weiterlesen, was ich vermutlich machen würde an eurer Stelle :D). Leider deshalb, weil das a) immer in Diskussionen zwischen den Schwestern endet und b) weil ich um 4 off war, das länger gedauert hätte, was ich nicht bedacht habe und ich wusste nicht, dass sie dann alle zum Tennisplatz müssen. Es hat also darin geendet, dass ich um 4 die Cookies aus dem Ofen holen musste und mit Frosting bestreichen und zusammenklappen musste. Und ich kann euch eins sagen, das ist echt richtig schwierig, weil das so Mini-mini-mini Cookies aus der Barbiewelt sind. Geschafft hab ich das aber trotzdem irgendwie, yay. Auf jeden Fall war es das dann für den Tag und ich hab mir gedacht "30 °C, ich bin off, die Sonne scheint, da ist ein Pool im Garten" und joa, ihr könnt euch denken was ich dann gemacht habe. Ich liebe es. Jeder sollte einen eigenen Pool im Garten haben, das ist der Wahnsinn :D
Joa, und das war mein Tag. Ich hab mir ürbigens grade die Fingernägel lackiert. Rot-Blau, abwechselnd. So richtig schön patriotisch für morgen :D

Mittwoch, 2. Juli 2014

Tag 31 - Ein Monat USA

Also, jetzt erst mal zu meinem Tag. Heut morgen nach dem Frühstück sind wir zu der Führerscheinstelle hier in der Gegend gefahren, weil es letztendlich doch mal Zeit wurde das hinter mich zu bringen. Es war wieder das gleiche Spiel wie auf dem Weg zum Social Security Office, meine Hostmum hat ihr Auto (und Quentin und Madeleine) genommen und ich bin in "meinem" Auto (mit Sofia) hinterhergefahren. Die Fahrt war gar nicht mal so lustig, weil das Navi in meinem Auto meinte die Adresse nicht kennen zu müssen und ich meine Hostmum dann beim Auffahren auf den Highway verloren habe. Yay. Letzten Endes hat es aber doch geklappt und wir sind alle heil angekommen.
In dem Gebäude drin sind wir als erstes zum Empfangsschalter, die haben alle meine Dokumente geordnet, was ganz schön viele waren nur so nebenbei. Dann hat man mir so 'nen Fragebogen in die Hand gedrückt und ich hab eine Nummer bekommen um dann das zu tun, was man hier so gerne in Einrichtungen von der Regierung macht: Warten. Wobei das gar nicht mal so amerikanisch ist, das gibt's in Deutschland auch oft genug. Auf jeden Fall hab ich dann von halb 11 bis ungefähr viertel nach 12 gewartet bis meine Nummer aufgerufen wurde. Dann ging's zu dem genannten Schalter, wo ein eigentlich echt netter Mitarbeiter meine Unterlagen erst sehr erstaunt ansah und dann ganz lange brütend darüber hing. Ich hatte ja das leichte Gefühl, dass der nicht so ganz genau wusste was er da gemacht hat. Zwischendrin musste ich dann noch ein Foto machen (um Gottes willen, das ist noch 1000x schlimmer als das auf meinem deutschen Führerschein, geht gar nicht) und einen Sehtest. Das war nur in ein Gerät schauen und eine Zahlenreihe lesen, die auch echt groß war. Das wär in Deutschland ja nicht als Sehtest durchgegangen, wenn ich mich da an die Zeiten beim Augenarzt erinnere, in denen man so kleine Zahlen lesen musste, dass man nicht mal mehr wusste was eine 6 und was eine 8 war, weil die Zahlen so klein waren, dass es da gar keine Lücken mehr zwischen den Strichen gab, wenn ihr wisst was ich meine. Irgendwann konnte ich dann sogar in den Prüfungsraum. Vorher hatte ich den Mann noch gefragt, ob ich den Test auch auf deutsch machen könnte, weil das auf der Internetseite stand, der natürlich "Ja klar, machen wir". Und als ich dann da an meinem Computer sitze (ist übrigens nicht anders als in Deutschland) ist das gesamte Ding auf Englisch. Fand ich ein bisschen gemein, ehrlich gesagt. Gepackt hab ich ihn auf jeden Fall! :D (Ihr dürft mir jetzt gratulieren)
Aber das war auch kein großes Kunststück, wenn ihr mich fragt. Vorbereitet habe ich mich auf den Test, indem ich im Internet 20 Beispielfragen angeschaut habe. Das war's. Und ich hab's geschafft. Ihr könnt euch also vorstellen wie einfach das Ding ist. Meine Hostmum hat mir auch erzählt, dass es hier so was wie eine verpflichtende Fahrschule gar nicht gibt. Theoretisch kann jeder Depp einfach morgens dahingehen und eine Prüfung machen, ohne jemals in einem Auto gesessen zu haben. Langsam wunder ich mich auch nicht mehr über die Fahrweise mancher Ami's, wenn ich solche Geschichten höre.
Auf jeden Fall bin ich nach getaner Arbeit wieder zurück zu meinem Freund an dem Schalter (ich glaub der mochte mich nicht, ich hab den zu viele Sachen gefragt und war ein schwieriger Fall, mit all meinen Dokumenten) und habe einen Termin für meine praktische Fahrprüfung ausgemacht. Der frühste Termin, den sie hatten. Am 27. August. Ihr dürft jetzt genauso perplex und dumm gucken wie ich in dem Moment, als der mir das erzählt hat. So oder so ist das Thema Führerschein jetzt auch schonmal zur Hälfte erledigt. Ein Glück.
Ich bin dann wieder heimgefahren und war um ca. 1 Uhr wieder da und bin dann mit den Kid's direkt raus in den Pool. Heute hab ich auch mal die Cleaning Ladie's gesehen (Der Plural ist übrigens vonnöten, ich mein das Haus ist riesig). Die sahen ganz nett aus, aber entweder können die kein Englisch oder die haben diese "Ich-spreche-mit-niemandem-während-ich-tue-was-ich-tuen-muss" Einstellung, ich wurd nur angelächelt, kein Hallo, gar nichts. Total ungewöhnlich für die USA, aber als Deutsche bin ich ja an so etwas gewöhnt :D
Hab übrigens gerade meinen ersten Schluck Root Beer getrunken und den wieder fast wieder ausgespuckt. Nichts, was es wert wäre es zu probieren, meiner Meinung nach.

1 Monat. Ein ganzer Monat schon. Ist das zu fassen? Irgendwie nicht. Die Zeit rast hier und ich hab dsa Gefühl ich hab' mich gestern erst von meinen Liebsten verabschiedet und bin nach New York geflogen, während ich gleichzeitig denke, dass ich die alle eine Ewigkeit nicht mehr gesehen habe. Was kann ich zu meinem ersten Monat hier sagen? Ich bin glücklich. Meine Hostfamily ist wundervoll und mit den Kindern komme ich echt super zurecht, von den kleinen alltäglichen Schwierigkeiten mal abgesehen, aber die gibt es überall. Ich habe Freunde gefunden und Sachen unternommen, auch wenn das doch noch nicht so ganz viel ist.
Ich habe New York City gesehen. Bin am Times Square entlanggelaufen, war auf dem Top of the Rocks, habe Bekanntschaft mit den amerikanischen Klimaanlagen gemacht, die ich inzwischen echt ins Herz geschlossen habe, hatte den sehr "interessanten" Flug nach Atlanta, Abenteuer auf dem Flughafen, war auf einer echten amerikanischen Hochzeit, habe ein Baseballspiel gesehen, mit Erdnüssen und Hot Dog, war (mehr als einmal) in der Mall und habe mein Geld für Klamotten aus dem Fenster geschmissen, habe Starbucks lieben gelernt und ich kann auf den Straßen von Amerika fahren, mit dem typischen riesigen Auto.
Wenn ich darüber nachdenke, was ich innerhalb des letzten Monats alles erlebt habe ist das schon verrückt und das war erst der Anfang, 12 Monate habe ich noch um hier alle Erfahrungen und Eindrücke einzusammeln, damit ich die mit nach Hause nehmen kann, denn jetzt kann ich sagen "In einem Jahr bin ich schon wieder in Deutschland".

Dienstag, 1. Juli 2014

Tag 30 - Denkt euch selbst 'ne Überschrift aus

Also wo fang ich an? Heute morgen hab' ich Maddie zum Tenniscamp gefahren. So. Dann hab ich Wäsche gefaltet (von gestern, ihr erinnert euch? Da hab ich gewaschen) und zwischendurch Quentin aufgeweckt, bzw. fertig gemacht. Joa, dann haben wir ein bisschen gespielt und dann ging's für Isabelle und Sofia zum Tennis und Maddie hab ich in einem abgeholt. Wie das so ist hier.
Als ich die dann heimgebracht habe, war ich quasi auch schon off, zumindest für's Erste. Also hab ich meine (!) Wäsche angeschmissen und bin dann los zu Charming Charlie's (mein Lieblingsladen, für die, die sich nicht erinnern) und hab mir da so ein bisschen Schmuck für Freitag, also Independent Day gekauft. Anschließend bin ich noch in den Publix, weil ich Nagellack kaufen wollte, aber nix da, gab's da nicht. Also schon, aber kein blau. Wieso gibt es hier keinen blauen Nagellack? Gibt's den in Deutschland? Ich hab eigentlich gedacht schon, deswegen hab ich mich gewundert, aber ich fahr morgen einfach mal in den Walmart und schau nach was da so geht.
Auf jeden Fall bin ich dann wieder zurück und hab was in meinem Zimmer rumgelegen und nichts getan und Fernseh geguckt, was man also so macht.
Um halb 5 musste ich dann wieder loslegen, weil meine Hostmum wie jeden Dienstag um die Zeit einen Test hat von ihrer Schule aus. Also hab ich mit allen im Spielzimmer gespielt und dann ganz gegen Ende, also ich schon so halb off war eigentlich hab ich Geschichten erzählt. Zu Kleidern. Fragt mich nicht wie es dazu kam. Die haben auf jeden Fall so wie Karnevalskleider im Spielzimmer, Prinzessinnen und Hexen und sowas. Dazu hab ich dann Geschichten erzählt und weil ich weiß, dass manche von euch jetzt mit fragenden Mienen vor diesem Post sitzen und nicht wissen was ich eigentlich meine hier im Groben die Geschichte zu einem Prinzessinnenkleid: Da war halt mal ein Mädchen und die hat sich von Santa ein Kleid gewünscht und weil Santa sie nett fand, aht er ihr dieses bestimmte Kleid geschenkt und sie durfte bei ihm arbeiten. Alle waren ganz glücklich am Norpol und irgendwann hat das Mädchen, das schon immer sehr klein war, sich in einen Elf verliebt. Dann kam die Liebesgeschichte, blabla und irgendwann als die beiden ganz alt und grau waren, wollten sie vom Norpol wegziehen um ihren Lebensabend in angenehmeren klimatischen Orten zu verbringen. Also sind sie nach Georgia gezogen, aber bevor sie das getan haben, hat das Mädchen (oder dann halt schon Oma) dieses Kleid zurück an Santa gegeben und ihm gedankt für die tolle Zeit und so und dann gesagt, dass sie einem anderen Mädchen die Chance geben wolle genauso glücklich zu werden wie sie und dieses Glück und ihre tolle Zeit am Norpol wurde halt durch das Kleid repräsentiert. Und weil meine Hostkids dann wollten, dass ich weitererzähle, hat Santa nach ganz langer Zeit an anderes nettes Mädchen gefunden, dem er das Kleid geschenkt hat. Auch sie hatte eine wundervolle Zeit am Nordpol und hat dort ihren besten Freund gefunden: Ein Rentier. Als sie irgendwann auch weiterreisen wollte, hat sie das Kleid und das Rentier mitgenommen und sie sind um die ganze Welt gereist, um dann in Australien zu bleiben, weil das Mädchen sich in einen Surfer verliebt hatte und ihn dann geheiratet hat. Das Kleid hat sie in diesem Fall dann an ihre Urenkelin weitervererbt und das war in diesem Fall ich. Tolle Story, was? Während dem (ewig andauernden) erzählen hatte ich irgendwann das Gefühl nur noch Mist zu reden, aber irgendwie scheint es nicht ganz so scheiße gewesen zu sein, ich hab keine Beschwerden gehört, nur "Noch eine! Erzähl weiter!".
Es gab dann auch noch eine Story zu 'nem Hexenkleid, aber die war nicht so gut und auch nicht so lang und ich glaub ich hab meinen Hostkids ein bisschen Angst gemacht, weil sie als Grundlage die Hexenverfolgung des Mittelalters hatte. Sowas erzähl ich besser nicht mehr, oder zumindest nicht mehr mit dem Hinweis "Voll gruselig und traurig, dass das echt passiert ist", keine Ahnung was mich da geritten hat xD.
Auf jeden Fall war das im Groben auch schon mein Tag. Was ich vergessen habe ist, dass Auntie Jean (ihr erinnert euch?) mir die Collector's 4 Disc Edition DVD von Gone with the wind (Vom Winde verweht) ausgeliehen hat, weil ich das letzte Mal, als sie hier war erwähnt habe, dass ich die Filme noch nie gesehen habe. Ist das nicht niedlich? :D
Und ein Kompliment habe ich heute bekommen. Im Publix. Da bin ich so durch die Regale gewandert und ein Mädel sagt so aus heiterem Himmel "Ich liebe dein Kleid, das ist total süß!". Sowas würde einem in Deutschland doch nie passieren, oder? Aber gefreut hat's mich auf jeden Fall :D